Siemens

Case Study

EMC-Plattform für das Energiemanagement

Mit Energy Monitoring & Controlling (EMC) bietet die Siemens-Division Building Technologies ihren Kunden weltweit seit nunmehr 15 Jahren eine integrierte Lösung für die Energiebuchhaltung von Gebäuden und Liegenschaften an. Vor allem Krankenhäuser, Kommunalverwaltungen, Energieversorger oder Unternehmen verwenden die integrierte Lösung. Die webbasierte Software wurde in enger Kooperation mit eggs unimedia entwickelt und für den globalen Einsatz angepasst. Im Jahr 2010 gewann die Software die Kategorie „Innovation“ des Business Excellence Programms top+ von Siemens. Dieser konzernweite Wettbewerb um Spitzenleistungen im Unternehmen wird seit 1999 durchgeführt. Es ist eher die Ausnahme als die Regel, dass eine externe Firma einen Award im top+ Programm erhält. EMC wird in 35 Ländern und 20 Sprachen von 7.750 Anwendern genutzt und verwaltet ca. 48.000 Gebäude, 158.000 Datenpunkte und 734 Millionen Ablesungen.

Die Ausgangslage

Gebäude verursachen rund 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs. Um deren Energieeffizienz zu erhöhen, Kosten beim Verbrauch von Strom, Wärme, Kälte und Wasser einzusparen und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu minimieren, ist eine genaue Energiebuchhaltung erforderlich. Bei größeren Liegenschaften – etwa in Kommunen, Krankenhäusern, Universitäten oder Unternehmen mit mehreren Standorten – bedeutet dies einen erheblichen Aufwand. So war in der Vergangenheit ein wirksames Energiemonitoring und -controlling immer mit dem Erwerb von Hard- und Software sowie mit Kosten für Lizenzen, Fortbildungen der Mitarbeiter und Upgrades verbunden. Meist boten die Systeme auch keine zeitnahe, anschauliche Auswertung der erfassten Verbrauchsdaten.

Die Lösung

Mit der webbasierten Software Energy Monitoring & Controlling (EMC) ging die Siemens-Division Building Technologies einen komplett anderen Weg, der den Aufwand für den Gebäudebetreiber deutlich reduziert. „EMC ist eine Technologieplattform, die alle für das Energiemanagement benötigten Funktionen über das Internet bereitstellt und das Rückgrat für sämtliche Prozesse und Aufgaben in allen Phasen des Lebenszyklus eines Gebäudes ist“, erläutert Winfried Wirth, Senior Product Manager in der Siemens-Division Building Technologies. Zu den in der Gesamtlösung enthaltenen Modulen zählt beispielsweise das Dashboard, in dem für bestimmte Zielgruppen wie Gebäudemanager oder die Unternehmensleitung aggregierte Informationen über aktuelle Energieverbräuche und -kosten, damit verbundene CO2-Emissionen sowie andere relevante Kenngrößen dargestellt werden – etwa in einem Jahresvergleich und für weltweit alle Liegenschaften. Eine Ampelfunktion zeigt dabei an, ob alles im grünen Bereich ist oder ob an bestimmten Standorten akuter Handlungsbedarf besteht. Bereitgestellt wird die EMC-Plattform, die auf Servern in zwei Data-Centern in Europa und den USA gehostet wird, als Cloud-Lösung über das Internet – quasi „aus der Steckdose“. Abgerechnet wird pro Zähler, der angeschlossen ist, mit einer relativ geringen Jahresgebühr. 

Lösungen auf einen Blick

  • Java
  • Adobe LiveCycle
  • Adobe ColdFusion
  • HTML5

Ergebnisse

  • Einsparungen von 2 bis 5% alleine durch das Erstellen von Lastprofilen und deren genauen Beobachtung
  • Energieeinsparungen von bis zu 10% durch detaillierte Erfassung der Verbräuche